POLYOMMATUS ICARUS — HAUHECHEL-BLÄULING

Inhalt
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    THEMEN und MINDSYMPTOME

    Beson­dere The­men von Poly­omma­tus icarus

    Ret­tungsper­son­al oder Fahrzeuge
    TR Mit meinem Fre­und im Heima­tort. Im Haus der ehe­ma­li­gen Sparkasse sind jet­zt Woh­nun­gen. Wir schlafen im ersten Stock oder höher, wer­den geweckt durch Mar­tin­shorn. Vor dem Haus bren­nt ein Fahrzeug. Leute in Ziv­il, keine Feuer­wehrleute, ren­nen herum, alles ist sehr laut. Wir schauen uns von oben die Sit­u­a­tion an. P 2
    TR (…) Szenen­wech­sel: Unten auf dem Boden, habe den Auf­prall nicht gespürt, wun­dere mich, dass ich nicht tot bin, sehe Feuer­wehrleute, Polizis­ten, Ret­tungs­fahrzeuge, die sich unten in den Trüm­mern bewe­gen. P 3
    TR mit Kranken­schwest­er oder Hebamme am Tisch. Tochter kommt dazu und bewegt sich, als ob sie ger­ade ent­bun­den hat. Alle sind weiss gek­lei­det. Sie sagt, ich habe einen Jun­gen, er heisst Dikat­ti. P 4

    Bezug zu Spielzeu­gau­to oder ‑zug. Spielt monate­lang nur damit. In Büch­ern oder auf Bildern ziehen ihn nur Verkehr und Fahrzeuge an. Selb­st beim Essen und im Schlaf hält er einen Spielzeugzug und Bilder von Zügen in der Hand. SP

    Ver­let­zt, behindert
    TR bin mit ein­er unbekan­nten Frau in einem Gewöl­bekeller-arti­gen Raum, ein Kleinkind kommt rein, hat eine Schnit­twunde am Fin­ger, verbinde sie mit einem überdi­men­sion­alen Ver­band. P 2
    TR Mit Fre­un­den vom DRK in ein­er Grup­penübung, wo es darum ging, einan­der zum Lachen zu brin­gen. Alle waren leicht behin­dert, wir waren unter­schiedlich leicht bek­lei­det, es hat­te aber nichts mit Sex zu tun. P 2
    TR Nach einem Umzug in ein­er sehr hässlichen Woh­nung, nur ein Klo. Brud­er und ich waren am Rande des Wahnsinns, worüber mein Mann sehr erschrickt. Die Betreuten, zu denen ich auch gehöre, lauter gestörte Men­schen, soll­ten anderen etwas schenken. Standen uns in Dreier­grup­pen gegenüber, ich küsste den Mann gegenüber ganz zärtlich, um ihn zu trösten, weil er so ver­rückt gewor­den war. P 6
    TR Eine Frau hat­te ein Buch mit schreck­lichen Bildern von Unglück­en oder gewalt­sam Ver­stor­be­nen, oft dieselbe Leiche aus ver­schiede­nen Blick­winkeln. P 6

    Unver­let­zt oder unbeein­druckt nach Verletzungen
    TR Bin unten auf dem Boden, habe den Auf­prall nicht gespürt, wun­dere mich, dass ich nicht tot bin (…) P 3
    TR Am Wegren­nen, es geht steil bergab, zwei Frauen vor mir, zwei hin­ter mir, eine fällt und über­schlägt sich mehrmals. Über­lege, ob ich so tue, als ob ich sie nicht kenne, es ist mir pein­lich. Andere schauen nach, sie ist unver­let­zt. P 3
    Hohe Schmerz­schwelle, nach ein­er Frak­tur des Arms wed­er geweint noch geschrien. SP

    Emo­tionale Distanz
    Totale Ruhe, wie aufgepfropft: Du bist es nicht, die ruhig ist. Keine angenehme Ruhe, aussen bist du und innen ist jemand anderes. P 5
    Gewisse Trost­losigkeit, die nicht mal auf­fällt, obwohl diese Insel ein High­light sein soll. Eine Art Langeweile, Trost­losigkeit. P 8
    TR Im Haus. Man tut was man tun muss, was klar ist, dass man es tut. Empfind­ung wie spies­sige Fol­gsamkeit. P 8
    TR (…) Einiges aus­pro­biert, nichts gefällt mir so richtig. Sah nur die grüne Wiese, das Achter­bah­n­fahren war richtig lang­weilig. P 1

     

    Ver­spielt, will Vergnü­gen, lacht, ist kindlich
    TR Begeg­ne lauter Leuten, die an der Strasse ent­langge­hen, auf dem Weg zu einem Fest. Alle sind gek­lei­det wie zu einem Schützen­fest. P 3
    TR Cousin organ­isierte The­ater­stück, in dem ein Räu­ber vorkam. P 6
    TR Wollen bei einem Zirkus mit­machen, Frage ist, ob wir aufgenom­men wer­den, wir sollen ein­er Prü­fung unter­zo­gen wer­den. P 10

     

    Musik, Sin­gen, Tanzen
    TR Singe das Lied von Fred­dy Quinn: Junge, komm bald wieder. P 3
    TR Lied: Da sprach der alte Häuptling der Indi­an­er. P 3

     

    Abnei­gung gegen Verantwortung
    keine Symp­tome

     

    Ruh­e­los, aufge­dreht, zap­peln, ungeschickt
    keine Symp­tome

     

    Konzen­tra­tions­fähigkeit, Gedächtnis
    keine Symp­tome

     

    Fehlende Ori­en­tierung
    keine Symp­tome

     

    Kom­mu­nika­tion
    Stre­it mit meinem Mann, rege mich ein­mal kurz auf, werde sofort ruhig, weil mich das The­ma nicht inter­essiert, redete den ganzen Abend kein Wort mit ihm. P 5
    Fahre in ein Lokal mit mehreren Leuten, wir sitzen draussen, es wird nichts gesprochen, auch nicht von der Bedi­enung. Stüh­le ste­hen zusam­mengeklappt neben den Tis­chen, wer­den erst aufgeklappt, wenn jemand sich set­zen will, dann kom­men auch Blu­men auf den Tisch. Sobald jemand geht, wird alles aufgeräumt. Obwohl nichts gesprochen wird, ist die Stim­mung angenehm. P 5

    TR Schlafe, unter­halte mich im Schlaf mit meinem Fre­und, der 300 km weit weg wohnt und eben­falls schläft. Die Unter­hal­tung war nicht von Per­son zu Per­son, son­dern eine Art See­lenge­spräch im Nichts. Habe nichts gese­hen, nur gefühlt und die Worte glasklar gehört. Als hät­ten wir uns ohne unsere Kör­p­er irgend­wo im Raum getrof­fen. Fühlte sich wun­der­bar an. Fragte ihn im Gespräch, warum er mit mir zusam­men sei, es fühlte sich nicht nach Liebe an. Die Antwort war, dass er nicht allein sein könne. P 9

     

    Ver­lassen­heits­ge­fühl, von den Eltern nicht umsorgt, fehlende Führung
    keine Symp­tome

     

    Gesellschaft, Beziehung

    Fam­i­lie
    TR im Zug mit meinen Eltern, Tochter und Sohn. Sehe weit­er vorne mehrere Bekan­nte, freue mich, laufe zu ihnen. Zwei küssen sich. Die eine Bekan­nte sagt, sie habe ein schreck­lich­es Gefühl, als würde sie in ein paar Tagen ster­ben. Mut­ter kam mir hin­ter­her, nervte mich. P 10
    TR Kol­lege und ich im Gespräch, Tele­fon klin­gelt, Vater des Kol­le­gen bit­tet ihn, ihm einen Ham­mer aus einem Geschäft mitzubrin­gen, er habe ihn nicht gefun­den. P 2
    TR (…) Vater taucht auf, will ihm im Trotz einen Schnee­ball zuw­er­fen, was ich nicht schaffe. Alle anderen schmis­sen Schnee­bälle auf mich. Kam mir vor wie ein Ver­sager, ich fühlte mich nicht wohl und hat­te keinen Spass. P 1
    TR Bei mein­er Schwest­er in Nor­we­gen, es war früh mor­gens, im Bus, noch ganz dunkel – in Real­ität wäre es dort jet­zt heller als bei uns. Schwest­er gab mir einen Rat, den ich nicht hören wollte, reagierte empfind­lich, belei­digt, set­zte mich im Bus weit­er nach vorne. P 6
    TR vom ver­stor­be­nen Opa. Er war alt, ich war besorgt um ihn, fragte seinen Lebens­mit­tel­händler, ob er bei ihm die Obst­bäume schnei­den könne. Fragte mich, was wohl aus dem Obst werde, wollte zum Pflück­en hin­fahren. P 6
    TR (…) Brud­er und ich waren am Rande des Wahnsinns, worüber mein Mann sehr erschrickt. P 6

    Nicht dazuge­hören
    TR Mit ein­er grösseren Gruppe beim Essen, sitzen nicht gemein­sam an einem Tisch, son­dern getren­nt. Zum Essen und zum Früh­stück gehen wir nicht gemein­sam, son­dern getren­nt. P 3
    Gefühl ich werde ange­fein­det, was mich richtig deprim­iert. Beziehe viel auf mich. Schliesse mich sel­ber aus, ziehe mich zurück, kann den Schritt nach aussen nicht machen. Füh­le mich abgelehnt und aus­geschlossen. P 10
    TR Bemerkung über Aus­län­der provoziert eine Frau zur Aus­sage: Ich bin seit 39 Gen­er­a­tio­nen deutschstäm­mig. P 1

    Grup­pen
    TR Mit ein­er grösseren Gruppe beim Essen, sitzen nicht gemein­sam an einem Tisch, son­dern getren­nt. Zum Essen und zum Früh­stück gehen wir nicht gemein­sam, son­dern getren­nt. P 3
    TR Sehe mir eine Ausstel­lung von Steinen auf einem grossen Gelände im Freien an. Steine wer­den einzeln aufgedeckt, man kann nie alle miteinan­der sehen. P 5
    Fahre in ein Lokal mit mehreren Leuten, wir sitzen draussen, es wird nichts gesprochen, auch nicht von der Bedi­enung. Stüh­le ste­hen zusam­mengeklappt neben den Tis­chen, wer­den erst aufgeklappt, wenn jemand sich set­zen will, dann kom­men auch Blu­men auf den Tisch. Sobald jemand geht, wird alles aufgeräumt. Obwohl nichts gesprochen wird, ist die Stim­mung angenehm. P 5
    TR Auf einem Bahn­hof, mit ein­er Gruppe, wir wollen zum näch­sten Zug, muss zur Toi­lette. Bitte einen Fre­und, der auch zur Toi­lette geht, auf jeden Fall auf mich zu warten. Angst, den Anschluss an die Gruppe zu ver­passen. P 11
    TR Eine Gruppe ist auseinan­derge­brochen und soll wieder zusam­men sein. P 11
    TR an einem Strand, (…) wir woll­ten uns ein­er Gruppe anschliessen, bei der der 15jährige Sohn ein­er Bekan­nten war. Er ist der Inbe­griff von Unzufrieden­heit, Frust und Rebel­lion. Alles in seinem Ver­hal­ten ist Pro­voka­tion und Unmut. P 8

    Hochzeit
    TR Mann und ich feiern Ver­lobung oder Hochzeit, woll­ten noch zum Optik­er, weil die Brillen an diesem Tag beson­ders gün­stig waren. Es kamen aber immer mehr Leute, das Essen war nicht rechtzeit­ig fer­tig. Kol­le­gin, die es kochen sollte, küm­merte sich nicht darum. Keine fröh­liche Stim­mung. P 6
    TR Auf der Sil­ber­hochzeit der Nach­barn ein­ge­laden, denke, die Frau hängt schon so lange an der Dial­yse wie sie ver­heiratet ist (Dial­y­sis = Auflö­sung). P 4

     

    Liebesleben, Sex­u­al­ität, Gender-Themen
    Bei Poly­omma­tus icarus kom­men sel­ten Gynan­der vor, das sind Tiere, die sowohl Zellen mit weib­lichen Genen besitzen, wie auch andere mit männlichen Zellen. Eine Beson­der­heit ist der Halb­seit­en-Gynan­der, der je eine Hälfte männliche Zellen und eine Hälfte weib­liche Zellen besitzt. S. Kapi­tel “zur Substanz”

     

    Jung – alt
    keine Symp­tome

     

    Alte Bekan­nte, Vergangenheit
    keine Symp­tome

     

    Schmetter­lings­the­men, Metamorphose
    Totale Ruhe, wie aufgepfropft: Du bist es nicht, die ruhig ist. Keine angenehme Ruhe, aussen bist du, und innen ist jemand anderes. P 5

    TR in einem Hotel, einem Hochhaus. Will in den Speis­esaal, der Aufzug ist mir viel zu langsam, wech­sle in einen sehr grossen mit vie­len Leuten. Der fährt in die falsche Rich­tung, alle sind beun­ruhigt, er wird immer schneller, ich ver­suche auszubrechen bevor er die Decke erre­icht. Werfe mich verge­blich gegen die Wände aus Panz­er­glas. P 3
    TR jemand – eine mys­tis­che Stimme – sagt: Ver­wand­lung. Sehe einen Raben ganz nahe an mir vor­bei­fliegen, set­zt sich ein paar Meter von mir ent­fer­nt auf einen Baum­stamm. Warte, dass er sich ver­wan­delt, was nicht passiert. P 3
    TR in ver­schiede­nen Gärten, ein­er mit Tulpen, alles war vollgestellt, es wurde immer enger, so dass ich keine Luft kriegte. P 7
    TR (…) Gewöl­bekeller, wenig erleuchtet, im Boden abgedeck­te Löch­er, von wo Schächte nach unten führten. P 2

    Dinge von oben sehen
    TR Auf dem Bauern­hof (…) Wir sitzen auf dem Heuspe­ich­er und guck­en runter (…) P 3
    TR (…) Im Haus der ehe­ma­li­gen Sparkasse sind jet­zt Woh­nun­gen. Wir schlafen im ersten Stock oder höher, wer­den geweckt durch Mar­tin­shorn. (…) Wir schauen uns die Sit­u­a­tion von oben an. P 2

     

    Schweben, fliegen, flattern
    keine Symp­tome

     

    Leichtigkeit – Schwere
    keine Symp­tome

     

    Klei­der, verklei­den, Prinzessin
    TR Klei­der liegen am Boden ver­streut, schaue nach, ob alles da ist oder jemand was geklaut hat. P 3
    TR Begeg­ne lauter Leuten, die an der Strasse ent­langge­hen, auf dem Weg zu einem Fest. Alle sind gek­lei­det wie zu einem Schützen­fest (…) P 3

     

    Far­ben
    Sah nur die grüne Wiese, das Achter­bah­n­fahren war richtig lang­weilig. P 1
    Malt Mal­büch­er aus, jedoch auss­chliesslich mit grün­er Farbe. SP
    TR (…) Geld­scheine waren bunt und lang. Hin­ter den Gassen ragten rote kahle Berge, die Land­schaft schien magisch. P 8
    TR (…) Alle sind gek­lei­det wie zu einem Schützen­fest, grüner Hut, weisse Hem­den, Jack­en und Hosen, die zusam­men­passen, mal blau mal schwär­zlich. P 3

     

    Natur
    TR Sortiere in Bast ver­pack­tes Obst. P 6
    TR in ver­schiede­nen Gärten, ein­er mit Tulpen, war zu vollgestellt, es wurde immer enger, so dass ich keine Luft kriegte. P 7

     

    Tiere
    TR von drei Schweinen, die an ein­er Leine über die Strasse geführt wur­den, eins davon wurde von einem Last­wa­gen über­fahren. Soll man das tote Schwein trock­nen und wie eine Lampe aufhän­gen, oder es begraben? P 1
    TR jemand – eine mys­tis­che Stimme – sagt: Ver­wand­lung. Sehe einen Raben ganz nahe an mir vor­bei­fliegen (…) P 3

     

    Wass­er
    TR Hochwass­er nach heftigem Regen­guss, musste eine Art Bach über­queren. P 6
    TR an einem Strand, Stim­mung wie in Nord­frankre­ich nach gross­er Flut. Auf dem Sand ange­spülte Holzreste. Innere Flüsse im Sand (…) P 8

     

    Häuser, Räume, Territorium
    TR Mit einem Betreuer in ein­er Art Berg­w­erk, sah aus wie ein Keller. Habe dort gear­beit­et. Mit Press­lufthäm­mern Kohle aus der Wand gehauen, die wegge­fahren wurde. Räume wie Gewöl­bekeller, wenig erleuchtet, im Boden abgedeck­te Löch­er, von wo Schächte nach unten führten. P 2
    TR Mit meinem Fre­und im Heima­tort. Im Haus der ehe­ma­li­gen Sparkasse sind jet­zt Woh­nun­gen. Wir schlafen im ersten Stock oder höher, wer­den geweckt durch Mar­tin­shorn (…). P 2
    TR in einem Hotel, einem Hochhaus. Will in den Speis­esaal, der Aufzug ist mir viel zu langsam, wech­sle in einen sehr grossen mit vie­len Leuten. Der fährt in die falsche Rich­tung, alle sind beun­ruhigt, er wird immer schneller, ich ver­suche auszubrechen bevor er die Decke erre­icht. Werfe mich verge­blich gegen die Wände aus Panz­er­glas (…). P 3
    TR Nach einem Umzug in ein­er sehr hässlichen Woh­nung, nur ein Klo (…) P 6

     

    Fahren, Reisen
    TR Tax­i­fahrt mit acht Per­so­n­en und zwei Kinder­wa­gen. Taxi ist innen riesen­gross, aussen ganz nor­mal. Aussteigen in ein­er Win­ter­land­schaft, Vater taucht auf, ich will ihm im Trotz einen Schnee­ball zuw­er­fen, was ich nicht schaffe. Alle anderen schmis­sen Schnee­bälle auf mich. Kam mir vor wie ein Ver­sager, ich fühlte mich nicht wohl und hat­te keinen Spass. P 1
    TR Urlaub in ein­er Gruppe, wir leg­en eine Route fest, für die Über­fahrt zu ein­er Insel müssen wir uns ein­schreiben, um Tick­ets zu bekom­men. Nicht sich­er, dass wir sie kriegen, weil die Insel sehr begehrt ist. Folge den anderen, ohne zu rebel­lieren und ohne zu hin­ter­fra­gen, ob es mein Wun­sch ist. Gefüh­le wer­den nicht wahrgenom­men. Gewisse Trost­losigkeit, die nicht mal auf­fällt, obwohl diese Insel ein High­light sein soll, man fol­gt ohne wirk­liche Anteil­nahme. Die Fähigkeit zu Kri­tik oder Selb­stkri­tik fehlt. Eine Art Langeweile, Trost­losigkeit. P 8
    TR Urlaub oder Wohnge­mein­schaft in einem weit­en Land, Südafri­ka? Gehen in ein­fache Läden einkaufen. Geld­scheine waren bunt und lang. Hin­ter den Gassen ragten rote kahle Berge, Land­schaft schien magisch. Leute waren fre­undlich, viel Freude. Stim­mung im Haus auch lebendig, har­monisch. Wieder zu Hause zog ich einen dieser Geld­scheine aus der Tasche, darauf ein lachen­des Gesicht. Stimmte mich froh. P 8
    TR Urlaub in einem Bergdorf wie ein Freilicht­mu­se­um. Begeg­nung mit Leben in ein­er früheren Zeit (…) P 8
    TR Unter­wegs in einem Präriewa­gen, eine Art Kutsche, alles ist sehr hol­prig. P 3
    TR Weg auf einen Berggipfel hin­ter einem glück­lichen Hirten her mit Herde. Das zweite Mal gle­ich­er Weg im Schnee, unheim­lich und bedrohlich. Mann vor uns hat einen Pelz an, wir woll­ten den Überblick über das Tal haben, um dieser Stim­mung Platz zu machen. P 8

     

    Einkaufen
    TR Im Inter­net auf der Suche nach Wei­h­nachts­geschenken, ver­suchte etwas zu ersteigern. P 1
    TR Urlaub oder Wohnge­mein­schaft in einem weit­en Land, Südafri­ka? Gehen in ein­fache Läden einkaufen (…) P 8

     

    Arbeit
    Bin viel langsamer als son­st, Bewe­gung und Denken mech­a­nisch, fast wie bei einem Robot­er. Trotz­dem schaffe ich die vorgenomme­nen Arbeit­en. P 5

     

    Lehrer, Schule
    Kopf hellwach, lerne in ein­er Stunde 40 Vok­a­beln, nor­maler­weise brauche ich dop­pelt so lange. P 9
    TR Stim­mung wie im Studi­um, mit vie­len Leuten zusam­men, alle Män­ner sind schwul. Einem von ihnen den Arm gestre­ichelt, lockere Atmo­sphäre, fühlte mich gut dabei. P 6
    TR Auf dem Bauern­hof, auf dem ich meine Lehre gemacht habe. Wir sitzen auf dem Heuspe­ich­er, der ehe­ma­lige Chef kommt (…) P 3
    TR von ein­er ange­set­zten Prü­fung, auf die ich nicht vor­bere­it­et bin. Denke, die Zeit reicht nicht, um etwas zu schaf­fen, von dem ich gar nichts weiss. P 3
    TR Wollen bei einem Zirkus mit­machen, Frage ist, ob wir aufgenom­men wer­den, wir sollen ein­er Prü­fung unter­zo­gen wer­den. P 10

     

    Pein­lichkeit
    TR Am Wegren­nen, es geht steil bergab, zwei Frauen vor mir, zwei hin­ter mir, eine fällt und über­schlägt sich mehrmals. Wollen zu einem Haus mit Nr. 51. Über­lege, ob ich so tue, als ob ich sie nicht kenne, es ist mir wohl pein­lich. Andere schauen nach, die Frau ist unver­let­zt. P 3

     

    Chaos, Ord­nung
    Gross­es Bedürf­nis nach Ord­nung, räume Schränke aus und werfe alles Mögliche weg. P 9
    TR vom Besuch zweier Bekan­nter, sitzen im Schlafz­im­mer und früh­stück­en. Ein­er will sich eine Zigarette anzün­den, bitte darum, es auf dem Balkon zu tun, da ste­ht der Aschen­bech­er voller Kip­pen. Er raucht trotz­dem – bin froh, wenn die wieder weg sind. P 3

     

    Gefahren, Krim­i­nal­ität, Verfolgung
    TR Mit meinem Fre­und im Heima­tort. Im Haus der ehe­ma­li­gen Sparkasse sind jet­zt Woh­nun­gen. Wir schlafen im ersten Stock oder höher, wer­den geweckt durch Mar­tin­shorn. Vor dem Haus bren­nt ein Fahrzeug. Leute ren­nen herum, alles ist sehr laut. Wir schauen uns von oben die Sit­u­a­tion an. P 2
    TR Auf dem Bauern­hof, auf dem ich meine Lehre gemacht habe. Wir sitzen auf dem Heuspe­ich­er und guck­en runter, der ehe­ma­lige Chef kommt und ich will zeigen, wie gewalt­tätig der Typ ist. Haue ihm von oben auf den Kopf. Er wird wütend und kommt mit einem Gewehr zurück. Ver­fol­gt uns, schiesst auf uns, Tode­sangst. P 3
    TR Am Wegren­nen, es geht steil bergab, zwei Frauen vor mir, zwei hin­ter mir, eine fällt und über­schlägt sich mehrmals. Wollen zu einem Haus mit Nr. 51. Über­lege, ob ich so tue, als ob ich sie nicht kenne, es ist mir wohl pein­lich. Andere schauen nach, die Frau ist unver­let­zt. P 3
    TR Parke ein Auto im Ein­gang eines Haus­es, in ein­er Gegend, wo viel Gewalt herrscht. P 3
    TR Mein Fre­und oder der, mit dem ich ger­ade rum­mache, ist entschlossen, sich umzubrin­gen. Sagte, wenn ich aufwache, läge er tot im Bett. Ich machte ihm klar, dass ich das nicht will, das war dann auch ok. P 10

     

    Reizbarkeit, Aggres­sion
    Nor­maler­weise eine gelassene Aut­o­fahrerin, rege mich jet­zt über jeden auf, der sich nicht an die Vorschriften hält. Aufre­gung mit Kraftaus­drück­en. P 5
    Gereiztheit während der ganzen Prü­fung, Grund­stim­mung unzufrieden, frus­tri­ert, lasse mir weniger bieten als son­st, ohne schlecht­es Gewis­sen. P 8
    Stre­it mit meinem Mann, rege mich ein­mal kurz auf, werde sofort ruhig, weil mich das The­ma nicht inter­essiert, redete den ganzen Abend kein Wort mit ihm. P 5
    TR (…) woll­ten uns ein­er Gruppe anschliessen, bei der der 15jährige Sohn ein­er Bekan­nten war. Er ist der Inbe­griff von Unzufrieden­heit, Frust und Rebel­lion. Alles in seinem Ver­hal­ten ist Pro­voka­tion und Unmut. P 8

    ALLGEMEIN- und LOKALSYMPTOME

    Indi­vidu­elle All­ge­mein- und Lokalsymp­tome von Poly­omma­tus icarus

    Kurze heftige Niesan­fälle wie wenn eine Erkäl­tung kom­men würde. P 5
    Jeden Mor­gen die Nase voll. P 8
    Abends Gefühl ein­er leicht­en Erkäl­tung. P 9
    Trotz Erkäl­tung erstaunlich fit. P 9
    Gegen Abend aufgetrieben­er Bauch ohne Blähun­gen. P 5

     

    Energielev­el
    keine Symp­tome

     

    Schlaf
    Schwieriges Ein­schlafen, viele Gedanken über meine Arbeit. P 2
    Ein­schlafen abends hat lange gedauert. P 5
    Erwache ungewöhn­lich früh und bin hellwach, abends mit Erkäl­tungs­ge­fühl früh müde. P 9
    Ungewöhn­lich: Traum­los­er Schlaf. P 9

     

    Tem­per­atur und Wetter
    keine Symp­tome

     

    Speisen, Essen und Trinken

    Ver­lan­gen
    nach sauren Gum­midrops mit Zuck­er umhüllt. Esse so lange, bis mir schlecht wird. P 5

    Kein Hunger mor­gens, früh­stücke son­st immer. P 5
    Seit drei Tagen unheim­lich ver­fressen, kön­nte dauernd was zwis­chen die Zähne schieben. P 9

     

    Sin­nesor­gane, Sinneseindrücke
    keine Symp­tome

     

    Kopf­schmerzen
    keine Symp­tome

     

    Haut
    keine Symp­tome

    ZUR SUBSTANZ

    Der Hauhechel-Bläul­ing, Poly­omma­tus icarus, ist ein Schmetter­ling aus der Fam­i­lie der Bläulinge (Lycaenidae). Inner­halb sein­er Fam­i­lie stellt er die häu­fig­ste und ver­bre­it­et­ste Art dar und wird daher auch als Gemein­er Bläul­ing bezeichnet.

    Der Hauhechel-Bläul­ing hat eine Flügelspan­nweite von 25 bis 30 Mil­lime­tern. Auch bei dieser Art find­et man den bei Schmetter­lin­gen häu­fi­gen Geschlechts­di­mor­phis­mus, das heisst, Män­nchen und Weibchen sehen sehr unter­schiedlich aus. Während Män­nchen ober­seits ein kräftiges, leicht ins Vio­lett gehende Blau zeigen, besitzt das Weibchen auf der Ober­seite eine unauf­fäl­lige braune Fär­bung mit vari­ablem Blauan­teil sowie orangen Fleck­en an den Flüge­laussen­rän­dern der Hin­ter­flügel. Unter­seits sind bei­de Geschlechter graubraun mit schwarzen, weiss umran­de­ten Punk­ten und orangen Fleck­en am Flügel­saum gefärbt. Sel­ten kom­men Gynan­der vor, das sind Tiere, die sowohl Zellen mit weib­lichen Genen besitzen, wie auch andere mit männlichen Zellen. Eine Beson­der­heit ist der Halb­seit­en-Gynan­der, der je eine Hälfte männliche Zellen und eine Hälfte weib­liche Zellen besitzt.

    Die Eiablage von Poly­omma­tus icarus find­et bevorzugt an klein­wüch­si­gen, licht ste­hen­den oder frisch gemäht­en Pflanzen statt. Die Eier wer­den auf der Ober­seite von Blät­tern abgelegt, aber eben­so in die Blüte von Klee oder Luzerne. Bei der Nahrungssuche besuchen die Fal­ter mit Vor­liebe ver­schiedene Kleeart­en. Die Über­win­terung erfol­gt im Raupenstadium.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hauhechel-Bläuling

    Bläulinge sind gesel­lige Tiere, vor allem die Män­nchen. In grösseren Grup­pen sitzen sie auf feucht­en Boden­stellen oder am Rand von Pfützen, um Wass­er und Min­er­alien aufzunehmen. In den Abend­stun­den ver­sam­meln sie sich an Blüten­stän­den, wo sie gemein­sam die Nacht verbringen.
    Bläulinge haben eine beson­dere Beziehung zu Ameisen: Die Rau­pen bieten in ihren Honig­drüsen ein zuck­er­haltiges Sekret an, was die Ameisen gerne annehmen. Im Gegen­zug schützen die Ameisen ihre tierischen Honigquellen vor Fress­fein­den. WSL

    QUELLEN

    FN: Feltes Eve­lyn, Neuhöfer Otmar, Kon­takt-Prü­fung mit 11 Proban­den, von Novem­ber 2003 – Juli 2004.
    P 1 Frau 29 J, C 30, Mit­tel unbekan­nt, P 2 Frau 35 J, C 30, Mit­tel unbekan­nt, P 3 Mann 43 J, C 60 Mit­tel bekan­nt, P 4 Frau, C 100, Mit­tel unbekan­nt, P 5 Frau, C 100, Mit­tel unbekan­nt, P 6 Frau, C 60, Mit­tel unbekan­nt, P 7 Mann von P 6, Mit­tel unbekan­nt, P 8, Frau 46 J, C 60 Mit­tel unbekan­nt, P 9 Frau 38 J, C 60 Mit­tel unbekan­nt, P 10 Frau 37 J, Mit­tel unbekan­nt, P 11 Frau, C 100, Mit­tel unbekannt
    SP: Spek­trum der Homöopathie 2/2020, Narayana Ver­lag Kan­dern, ZNS – neu­rol­o­gis­che Erkrankun­gen: Olga Fat­u­la, Junge 6 Jahre, S. 24 ff.
    WSL: Brand­stet­ter Johannes, Zip­pel Elke, Wie Schmetter­linge leben, Haupt Ver­lag, Bern, 2019
    Bild: Mit fre­undlich­er Genehmi­gung, André Zuber, Hägglingen