LATRODECTUS  MACTANS

Inhalt
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    THEMEN und MINDSYMPTOME

    Lebhaft, ruhelos, eilig

    Ste­he früh auf, halte es in meinem Zim­mer nicht aus, bin sehr unruhig. HEB

    Hat als Kind wahnsin­nig viel Bewe­gung gebraucht. HV 1

    Turnt während der Anam­nese die ganze Zeit herum. HV 1

    Vorhof­flim­mern amel. beim Hin­le­gen, fängt wieder an bei der ger­ing­sten Bewe­gung. (…) Sport macht hinge­gen keine Prob­leme: Laufen, Fuss­ball spie­len, Judo mit 15 Jahren auf Wet­tkampfniveau. HV 2

    Arbeit

    Nach dem Unfall fing ich bald wieder an zu arbeit­en. Ich hat­te das Gefühl, ich müsste ster­ben, wenn ich zu Hause herum­sitzen würde. Ich musste mich unbe­d­ingt bewe­gen! KS

    Selb­st mit der [sehr hefti­gen] Peri­ode, habe ich 20 Stun­den am Tag gear­beit­et; ich kon­nte nie so richtig zur Ruhe kom­men. KS

    Die Arbeit hat mich gerettet. Bei mir ist alles gut dur­chor­gan­isiert, son­st würde ich in der Psy­chi­a­trie enden. KS

    Über­ak­tiv und fleis­sig. TA 1

    Hat immer hart gear­beit­et. MM 2

    Grosse Angst vor dem Tod, kann nicht akzep­tieren, dass alles vor­bei ist. Was soll ich denn da tun, ohne etwas zu tun zu haben? MM 2

    Immer aufgeregt, es ist wichtig, immer sofort und schnell zu han­deln und keine Zeit zu ver­lieren. MM 3

    Geräuschempfindlichkeit, Hyperästhesie

    Geräusch- und Geruchempfind­lichkeit. HEB

    Lärm ver­trage ich nicht, werde sofort stinksauer. HV 2

    Geräuschempfind­lichkeit steigert sich ins Uner­messliche, am lieb­sten würde ich um mich schla­gen oder beis­sen, wenn jemand mit ein­er Papiertüte knis­tert. Später beim Mit­tagessen schar­ren die Leute mit ihren Stühlen auf dem Boden. Als wür­den Geräusche einen Migränean­fall aus­lösen. Jedes Geräusch macht stechen­den Kopf­schmerz. HEB

    Bin sehr sen­si­bel. Wenn jemand laut wird, breche ich in Trä­nen aus. KS

    Stille ist schreck­lich, aber Lärm kann ich genau­so wenig ertra­gen. MM 2

    Geräusche sind wie Folter, wer­den mit dem ganzen Kör­p­er gefühlt; Geruchssinne überempfind­lich. HEB

     

    Helles Licht tut meinen Augen sehr weh. HEB

    Aggression, Gewalt, Krieg

    aktiv

    TR eine Fre­undin feiert Hochzeit. Habe ihren Vater gekränkt, weil ich ver­rat­en habe, dass er andere Leute um Geld bet­ro­gen hat (…) HEB

    Nach Trau­ma: Ver­stand nicht, was mir gesagt wurde, einein­halb Jahre war ich äusserst zornig auf alle und mich selb­st. Habe einen aggres­siv­en Charak­ter. HV 2

    Kell­ner fuchtelt mit seinen Armen vor meinen Augen herum, das macht mich aggres­siv. Plöt­zlich­er Impuls, um mich zu beis­sen. Der Kör­p­er ist wie in ein­er Kampf­s­tim­mung. HEB

    Mein Mann ist eher wie eine Gum­mipuppe. Wenn ich kön­nte, würde ich ihn wegschmeis­sen. KS

    Manch­mal stre­it­en sie ziem­lich heftig, und ihre Kämpfe sind an der Gren­ze zu kör­per­lich­er Mis­shand­lung. TA

    Vor­liebe für den Gepard, vor allem wie er ein Tier umbringt, indem er es in den Hals beisst. HV 1

    Spielt gerne Spiele, die mit Krieg und Waf­fen, mit Schiessen zu tun haben. HV 1

    Liebt Bilder, die mit Grausamkeit zu tun haben, malt Panz­er, Yu-Gi-Oh-Karten. HV 1

     

    pas­siv

    Träume von Ver­fol­gung; Gefühl, dass jemand hin­ter ihm gin­ge oder ihn berühren würde. Les

    TR In einem halb­dun­klen Raum im Bett, höre die schal­len­den Schritte eines Mannes. Etwas ganz Furcht­bares wird geschehen. Herz­ja­gen, Tode­sangst. HEB

    Der Weg durchs Restau­rant ist wie eine Het­z­jagd. Viele Augen star­ren mich an. Habe ich ein Ver­brechen began­gen? Werde ich ver­fol­gt? HEB

    Angst vor Kon­flik­ten, flieht vor laut­en Auseinan­der­set­zun­gen. HV 1

    Traum von ein­er schö­nen nack­ten Frau, die mich umbrin­gen wollte. MM 1

    Wieder­holter Traum, aus­ger­aubt zu wer­den, von der Polizei ver­fol­gt, hat Angst im Gefäng­nis zu lan­den. HV 2

    Wieder­holter Traum, eine Pis­tole zu besitzen, traut nicht sie zu benutzen aus Angst, sich sel­ber zu ver­let­zen. MM 3

    TR In einem Hotel. Ein Mann wurde über­fall­en, auf dem Bild­schirm des Com­put­ers sicht­bar. Dunkel gek­lei­de­ter Mann geht mit ein­er Pis­tole durch die Räume. Gefahr lauert über­all. HEB

    Ich bin sehr gründlich und gewis­senhaft und immer auf der Hut. KS

    Blick ist immer wach­sam. HV 2

    Ang­ster­füll­ter Aus­druck von Erschrock­en­heit. MM 2

    Erfahre, dass ich um viel Geld bet­ro­gen wor­den bin. HEB

     

    neu­tral

    Zahlre­iche Bilder und Phan­tasien von Mon­stern, Viech­ern mit Sägen und Pis­tolen, usw. HV 1

    Hinterlist, täuschen, tricksen
    Kommunikation, Wortspiele, Humor

    Pati­entin spricht und bewegt sich sehr schnell (…); erzählt, dass es viele Leute gibt, die sie nur schw­er ver­ste­hen kön­nen, weil sie so schnell spricht. KS

    Spricht sehr schnell, in kurzen abge­hack­ten Sätzen, fast als gebe sie Befehle. MM 2

    Wun­dere mich über meine Geschwätzigkeit, auch die Kol­le­gen sind sehr red­selig. Kein­er lässt den andern ausre­den, aber es stört die Stim­mung nicht. HEB

    Ich weiss, wie man anderen die Mei­n­ung sagt. Ich trage mein Herz auf der Zunge, ich habe keine Geheimnisse. KS

    Alleinsein, Beziehung

    Ich ver­lasse mich ganz auf mich selb­st und kann mich um alles alleine küm­mern. Sage immer zu meinem Mann, dass es mir nicht schw­er­fall­en würde, eine andere Gum­mipuppe wie ihn zu find­en. Män­ner nehmen Besitz von dir, behan­deln dich wie Vieh. KS

    Viele Beziehun­gen gehabt, in denen sie oft den Kürz­eren gezo­gen hat­te. TA 1

    Bin zwar allein, aber es geht mir gut. MM 2

    Konzen­tra­tion bess­er wenn allein, sobald in Gesellschaft, fängt er an zu hibbeln. HV 1

    Suche im Zug oder im Restau­rant eine ruhige Nis­che. HEB

    Wollte unbe­d­ingt zum Gottes­di­enst, brauchte einen ruhi­gen Platz, um meine Erleb­nisse zu ver­dauen. HEB

     

    Wenn mich jemand belei­digt, dann wars das, dann ist er bei mir unten durch. KS

    Stre­it­et viel mit ihrem Fre­und, greift ihn an, weil er zu spät kommt, zu wenig Zeit mit ihr ver­bringt, und ihr nicht genü­gend Aufmerk­samkeit schenkt. TA 1

    Wenn ihr Fre­und nicht da ist, fühlt sie sich völ­lig ver­lassen und verzweifelt. TA 1

     

    Mehrere Träume von asi­atis­chen Frauen. HEB

     

    Ejaku­la­tion “auf Rat­en” ohne Schmerz. Les

    Euphorie mit starkem sex­uellem Ver­lan­gen. HEB

    Keine Sex­u­al­ität mehr seit dem Unfall, weil er sich zu sehr ängstigt. MM 1

    Akne begin­nt in der Pubertät und wird agg. durch Ken­nen­ler­nen der Fre­undin. MM 3

    Hat­te zwei Beziehun­gen mit lei­den­schaftlich­er Sex­u­al­ität, aber von destruk­tiv­er Struk­tur und Besitzgi­er, sowie eine weniger gewalt­tätige Beziehung, die aber ohne sex­uelle Lei­den­schaft oder Anziehung war. TA

    Familie, Mutter

    Bild ein­er Frau mit Baby. HEB

    Sie sehnt sich nach einem Kind und glaubt, dass ein Baby ihr Leben völ­lig verän­dern wird. TA 1

    Wollte nie Kinder haben. Wer hätte sie erziehen sollen? KS

     

    Als meine Mut­ter starb, hat­te ich Angst, dass draussen ein Fremder sein kön­nte. Damals hat­te ich Angst vor der Dunkel­heit. Was ist, wenn mich jemand angreift? KS

    Seit Jahren hat sie eine schwierige Beziehung zu ihrer Mut­ter. Ihre Mut­ter war sehr manip­u­la­tiv mit ihr, schein­bar liebevoll und für­sor­glich, zog aber gle­ichzeit­ig alle Aufmerk­samkeit auf sich. (…) Brach die Beziehung zu ihrer Mut­ter ab, weil sie sich von der Zuwen­dung ihrer Mut­ter erstickt fühlte. TA 1

    Gefühl, dass ihre eigene Mut­ter sie während ihrer Kind­heit und Jugend voll­ständig für sich beansprucht hat. TA 2
    Vater starb, als sie noch sehr jung war, danach belastete ihre Mut­ter sie mit sämtlichen famil­iären und prak­tis­chen Prob­le­men. Sie ver­lor ihre eigene Per­sön­lichkeit und wurde zu einem Aus­läufer der Gefüh­le ihrer Mut­ter. Es war, als sei sie völ­lig von ihrer Mut­ter ein­genom­men, sowohl geistig als auch emo­tion­al. TA 2

    Hat­te seit Jahren Schlaf­störun­gen und kon­nte nachts an nichts anderes denken als an ihre Mut­ter. TA 2

    Sie fängt an zu weinen, sobald sie den Blick­kon­takt mit ihrer Mut­ter ver­liert. Auf eine sehr intel­li­gente Weise okkupiert sie ihre Mut­ter vol­lkom­men. TA 3

    Als Säugling viel geschrien, wollte getra­gen wer­den, brauchte viel Kör­perkon­takt. War immer im Trage­tuch bei der Mut­ter. HV 1

    Kuschelt abends gern mit der Mut­ter. HV 1

    17jähriger Patient wirkt von der Mut­ter beherrscht, ger­adezu von ihr abhängig. MM 3

     

    Hat den neu gebore­nen Brud­er nicht angeschaut, ist wegen Kleinigkeit­en total aus­ge­flippt. HV 1

    Kriegt sofort Panik, wenn in der Fam­i­lie was nicht stimmt. MM 3

    Hilfsbereitschaft, Mitgefühl

    Ich weiss wie man andere Men­schen unter­stützt. KS

    Stimmungsschwankungen Stimmungsschwankungen
    Selbstwert

    Gefühl, nicht mehr sie selb­st zu sein. Les

    Wusste nach Trau­ma ein Jahr lang nicht mehr wer ich war. HV 2

    Musik, Tanzen, Rhythmus, Periodizität

    Mag Musik und Tanz. KS

    Lehrerin für Street dance (Break­dance). Beim Tanzen scheint ihre Energie uner­schöpflich zu sein. TA 1

    Liebt Musik, Rock, nicht süssliche Musik. HV 2

    Muss Stim­men hören oder Musik, etwas Har­monis­ches, das mich an das Leben erin­nert oder an Bewe­gung. Macht Jaz­zdance. MM 2

    Spinnenartiges (Klettern, Fliegen, Fallen, Spinnen, Fäden, Seile)

    TR: Möchte einem Vor­trag zuhören und ver­suche, auf einen Tisch zu krabbeln, doch es gelingt nicht. Immer wieder hangle ich mich an diesem Tisch hoch, kann es nur mit den Armen tun. Plöt­zlich fliege ich mit einem Ruck durch die Luft und lande in ein­er Ecke. HEB

    Macht gerne Schnüre in Bäume oder ans Hochbett, um daran zu klet­tern, sich hoch zu ziehen. Kann siebenein­halb Stun­den klet­tern und sprin­gen. HV 1

    Klet­tert gerne auf Bäume; steile Felsen hoch. HV 1

    TR Kör­p­er ist völ­lig steif, jemand packt mich wie ein ver­schnürtes Paket in den Lader­aum des Autos. Als dieses anfährt, wieder Gefühl zu fliegen und mit einem Ruck zu lan­den. HEB

    TR vom Felsen zu fall­en oder ver­fol­gt zu wer­den. HV 2

    TR ich falle in einen tiefen Schacht und komme nie an. MM 1

     

    Ich liebe Han­dar­beit wie Nähen und Stick­en, und male gerne. KS

    Strickt und häkelt gerne. MM 3

     

    Angst vor Klap­per­schlangen und Vogel­spin­nen, die kön­nen Net­ze schiessen mit Gift drin. HV 1

    Spin­nenangst, die an Hys­terie gren­zt. HV 1

    Sobald sie ein­schlafen, träu­men sie davon, verzweifelt und völ­lig ziel­los mit Spin­nen zu arbeit­en. Bon

    Er spielt total gerne “fes­seln”. Er fes­selt seine Fre­unde, selb­st die Kuscheltiere mit Schals, Mützen und Schnürchen, tut nie­man­dem weh dabei. HV 1

     

    TR von Mut­ter in einem sei­de­nen Nachthemd, Faden hängt runter, ver­sucht ihn aufzuwick­eln und sie auszuziehen.

    MM 3

    Klaustrophobie, Höhle, Keller, Gewölbe
    Historisches – Science Fiction, Zeit
    Krankheit, Tod

    TR gehe in ein altes Schwimm­bad, es ist, als würde ich in eine Totenkam­mer gehen. Angst, unheim­lich. HEB

    Seit Autoun­fall jede Nacht Erstick­ungs­ge­füh­le: Mein ganz­er Kör­p­er wurde taub und ich hat­te schreck­liche Angst zu ster­ben. KS

    Ich kann es immer noch fühlen: Der Tod sah mir ins Gesicht und es war kein schönes Gefühl. MM 1

    Angst vor Dunkel­heit, hat­te sich im Wald ver­fahren, blick­te dem Tod ins Gesicht. MM 3

    Als ich 2 Jahre alt war bin ich beina­he ertrunk­en. KS

    Angst zu ster­ben, fühlt sich kalt, wie man sich den Tod vorstellt, nur ein kurz­er Moment bis man hinüber ist. MM 2

    Angst, dass das Herz aufhört zu schla­gen nach Trau­ma. MM 1

    Angst vor Krebs und vor dem Tod. MM 3

    Angst vor dem Tod; fragt oft, ob ein Kind ster­ben kann? HV 1

    Angst, dass ein Eltern­teil krank wird und stirbt. HV 1

    Hat schon mit 4, 5 Jahren Skelette gemalt – das ist sowohl eine Fasz­i­na­tion als auch eine Angst. HV 1

    Angst vor Fried­höfen und vor Gespen­stern. Grosse Angst zu ster­ben. HV 2

     

    Kann Medika­mente nicht ausste­hen, ich ver­trage sie nicht. KS

    Arzneien sind wie eine Ver­sicherung, nehme immer die dop­pelte Dosis, damit sie auf jeden Fall wirken. MM 1

    Hält abso­lut nichts von Medika­menten. MM 2

    Farbe (schwarz)

    TR Prüfungsangst/Prüfungssituation. Inten­sive Far­ben. HEB

    TR von einem Homöopathie-Lehrer und ein­er Schaus­pielerin, bei­de erd­far­ben blass und total schwarz gek­lei­det. Gesicht der Frau sehr geschwollen (…) Dann taucht ein ander­er Homöopathie-Lehrer auf, ist in ganz inten­siv­en Far­ben gek­lei­det, es ste­hen noch zwei andere, sehr far­big gek­lei­dete Män­ner da. HEB

    Pati­entin kommt ganz in Schwarz und Weiss gek­lei­det in die Prax­is. KS

    Beim Essen neben mir eine Beerdi­gungs­ge­sellschaft, alles ganz schwarz gek­lei­det, eine Frau war Witwe gewor­den. HEB

    Im ICE vis à vis ein junger Mann, völ­lig schwarz gek­lei­det, Haare schwarz gefärbt, Gesicht erd­fahl blass. Um die Stirn ein schwarzes Tuch, darauf ein riesiges Spin­nen­netz und eine schwarze Spinne. HEB

    Zuhause, Reisen
    Individuelle Themen von Latrodectus Mactans

    Beschw­er­den nach Schock, Trau­ma

    Vorhof­flim­mern seit schwieriger Geburt des Sohnes und Tod des Vaters am sel­ben Tag. War hin und herg­eris­sen zwis­chen Freude und Trauer. Das ganze fol­gende Jahr wusste ich nicht, wer ich war. HV 2

    Alp­träume und Angst vor Mon­stern seit­dem er “Super­man” und andere Filme mit gewalt­tätigem Inhalt gese­hen hat.

    HV 1

    Beschw­er­den nach Unfallschock mit Herzstill­stand und Ver­bren­nun­gen. MM 1

     

    Weinen, Schreien

    Prä­men­stru­ell sehr depres­siv, möchte am Tag vor der Regel und am 1. Regelt­ag nur weinen. Les

    Bin sehr trau­rig und weine, weiss aber eigentlich gar nicht warum. HEB

    Loss­chreien oder ein­fach hil­f­los weinen. Bon

     

    Ein­schnürung, Bindung

    Angst vor Klap­per­schlangen, dass die sich um mich winden. HV 1

    Erin­nerung an eine Film­szene, wie Super­man ange­bun­den wird und seine Hände ver­stein­ern. Denke, ich sei da ange­bun­den und meine Hände ver­stein­ern. HV 1

    Bei Erkäl­tung läh­mende Schmerzen, als ob jemand seine Hände und Beine block­iere. MM 3

    vgl. All­ge­mein­symp­tome

     

    TR Prü­fungsangst/Prüfungssituation. Inten­sive Far­ben. HEB

    Angst vor dem, was kom­men wird – ich weiss nicht, was die Zukun­ft uns brin­gen wird. (Seit einem Unfall) KS

    Male immer alles schwarz im Leben. Wenn es mir gut geht, denke ich gle­ich, dass mir was passieren muss. MM 3

     

    Wun­sch, in Kon­takt mit der Natur zu sein, tanze mit nack­ten Füssen im nassen Gras und singe dazu. HEB

    Bilder von Tier­gesichtern, eine Art Rep­til schaut mich ein­dringlich an. HEB

    Lieblingstiere Kobra, Blauw­al, am lieb­sten Gepard. HV 1

     

    Wass­er

    Ereig­nis: Waschmas­chine ist defekt, Wass­er läuft aus und verteilt sich auf dem Küchen­bo­den. HEB

    Ori­en­tierungslosigkeit: Für eine län­gere Zeit bin ich wie ein Tauch­er tief im Meer, weiss nicht wo oben und unten ist. HEB

    TR kann durch einen Tor­bo­gen einen Blick aufs Meer wer­fen, über­all ist Wass­er, selb­st in den Strassen. HEB

    Schwimmt gerne im Meer, ohne Angst auch bei hohen Wellen. HV 1

     

    Angst im Dunkeln

    Habe mich im Wald ver­fahren, weil es schon dunkel war. MM 3

    In der Nacht habe ich schon mal Angst im Dunkeln. HV 1

    Füh­le mich in den Bergen immer wohl … bis die Dunkel­heit ein­set­zt. MM 3

     

    Ori­en­tierungs­los, ver­läuft sich, verzweifelt. HEB

     

    Höhenangst. KS

     

    Bin nicht sehr ordentlich, aber alles muss auf seinem Platz ste­hen. HV 2

    Ich muss immer alles gut und per­fekt und sofort erledi­gen – alles! MM 3

    Bin ein ziem­lich aufgeräumter Typ und mag keine Über­raschun­gen im Leben. MM 3

    ALLGEMEIN- und LOKALSYMPTOME

    Schlaf

    Gefühl von Müdigkeit, muss die Augen öfters schliessen. Les

    Müde, abgeschla­gen, erschöpft. Les 1.4

    Erschöp­fung. Bon 10, 19

    War ständig müde. TA 2

     

    Obwohl ich müde bin, ver­hin­dert eine unglaubliche Unruhe das Ein­schlafen. HEB

    Bin nie müde, kann deshalb nicht richtig schlafen. KS

    Wälze mich im Bett herum, sage mir dann: “Wenn ich heute nicht schlafen kann, dann schlafe ich eben mor­gen Nacht wieder.” KS

    Seit Jahren Schlaf­störun­gen. TA 2

    Starke Schlaf­störun­gen, wacht oft auf nachts. HV 2

     

    Knochen­schmerzen, Fieber, Schwäche, Schlaf sehr unruhig. HEB

    Schlaf sehr unruhig. HEB

    Temperatur, Klima

    Gefühl inner­er Wärme und Hitze. Les

    Wärmege­fühl und Taub­heit in Verbindung mit Kopf­schmerzen um die Augen, mehr rechts als links. Les

    Schweis­saus­brüche bei Panikat­tack­en: Schweiss läuft am Kör­p­er runter bis in die Schuhe. MM 3

     

    Blut­druck­wal­lun­gen, Hitze und Kälte im Kopf. HV 2

    Früher immer kalt, seit den Wech­sel­jahren eher heiss. KS

     

    Frösteln und Käl­tege­fühl. Les

    Kälte- und Steifheits­ge­fühl zwis­chen den Schul­terblät­tern. Les

    Spüre kalten Luftzug, Kli­maan­la­gen unverträglich. HV 2

    Friere immer wie ver­rückt, schon immer. Im Gesicht, an Hän­den und Füssen. HV 2

    Muss mich immer gut zudeck­en, vor allem am Bauch, trage auch im Som­mer immer eine Bauch­binde. HV 2

    Als Kind Frost­beulen an Zehen und Ohren. HV 2

    Immer gefroren, musste mich viel bewe­gen, um warm zu wer­den. Diese Kälte mit den Herzbeschw­er­den ist anders. Sie liegt auf mir und riecht nach etwas anderem, es ist der Klang der Stille. MM 2

    Hat­te schon als Baby immer kalte Hände; muss mich immer warm anziehen und sich bewe­gen, son­st gefriert mir das Blut. MM 3

     

    Lin­derung der Herzbek­lem­mung durch heiss duschen. MM 1

    Heiss baden ist ein Rit­u­al. MM 2

    Heiss baden, so heiss wie man es aushal­ten kann, bessert das all­ge­meine Befind­en. Lin­dert Schmerzen in Bein­musku­latur, Hüften, usw. Lin­dert Zwer­ch­fell-Beschw­er­den. Muskelkrämpfe. Bon

    Heiss­es Fuss­bad oder heisse Dusche, um warm zu wer­den. MM 3

     

    Akne agg. durch Sonne und Meer. MM 3

    Rauchen

    Rauchte nach dem Trau­ma drei Pack­un­gen Zigaret­ten täglich, schlief nicht, trank liter­weise Kaf­fee. HV 2

    Abnei­gung / Unverträglichkeit Alko­hol und Zigaret­ten. Les

    Ess- und Trinkverhalten

    Ernährt sich makro­bi­o­tisch, eine leichte, auf das Wesentliche beschränk­te Nahrung. MM 2

    Ass bis 16jährig prak­tisch nur homogenisierte Baby-Nahrung aus dem Glas. Mochte es und es ging schnell. MM 3

     

    Schneller Gewichtsver­lust, unge­fähr ein Kilo­gramm pro Tag. Bon

    Frau, sehr schlanke Fig­ur. TA 1

    Mann, ziem­lich schmal gebaut, schlaf­fer Muskel­tonus. MM 3

    Kleine, sehr dünne Sport- und Gym­nas­tik­lehrerin. MM 2

    Mann, gross, sehr mager, anges­pan­nt. HV 2

     

    Hunger ver­mehrt nach der Ein­nahme, trotz Übelkeit. Les

    Kann trotz fehlen­dem Hungerge­fühl mit dem Essen nicht aufhören, wenn sie ein­mal ange­fan­gen hat. Les

    Will beim Essen von jedem Teller etwas abhaben. Erlebe mich als gren­züber­schre­i­t­end. Bitte einen Kol­le­gen um seine Marme­lade, eine andere Kol­le­gin um einen Schluck von ihrem Getränk. HEB

    Bei Panikat­tacke appeti­t­los, “wie zu”, kriege nichts in meinen Mund, danach Riesen­hunger, schlinge alles in mich rein wie ein Ver­hungern­der, dann nehme ich zu, ich esse nur, wenn die anderen nicht am Tisch sitzen. MM 3

     

    Übelkeit, Schwindel und Brechreiz, Ekel vor dem Essen. Les

    Übelkeit nach weni­gen Bis­sen, trotz­dem kurz darauf wieder Hunger. Les

    Schreck­liche Übelkeit den ganzen Tag. HEB

     

    Ver­schlim­merung:

    Nach dem Genuss von Kuchen heftige Schmerzen im ganzen Bauch mit Stirnkopf­schmerz und Drehschwindel. Les

    Vorhof­flim­mern aus­gelöst beim ersten Bis­sen. Kann nicht viel essen, wenig Appetit. HV 2

    Muss manch­mal nur ans Essen denken, schon füh­le ich wie mein Bauch dick und hart wird. MM 3

     

    Ste­ht nachts oft auf zum Trinken. Kein Hunger. HV 2

    Gefühl, Trinken tut mir gut, obwohl ich nie richtig durstig bin. MM 3

     

    Trinkt wenig, beson­ders wenn er krank ist. HV 1

     

    Stark­er Durst. HEB

    Mundtrock­en­heit, Gefühl als ob man eine Zitrone gegessen hätte; als ob die Mund­schleimhaut wie durch Sog am Kiefer haften würde. Les

    Speisen, Getränke

    Ver­lan­gen:

    Schoko­lade, Süss­es. Schlinge Süs­sigkeit­en nur so herunter. KS, HV 1, 2, MM 3

     

    Salat. Les, KS

    Obst, Saftiges; Zitrusfrüchte. Les, KS, HEB

    Fette Speisen. Les, HV 1

    Brot. Les

    Geräuchertes. Les

    Eier. HV 1

    Gerne scharf. HV 1

    Kalte Getränke, Kakao, Eis­tee. HV 1

     

    Abnei­gung:

    Ekel vor dem Geruch von Fleis­chspeisen, die sie son­st liebt. Les

    Fleisch kommt im Hals hoch, wenn ich die Krämpfe in den Bronchien habe. KS

    Nie viel Fleisch gegessen. MM 3

    Eis­creme. HV 1

    Heisse Speisen. HV 2, HEB

    Schwere Speisen, zu sehr gekochte, schw­er ver­dauliche. HV 2

     

    Met­allis­ch­er Geschmack, Geschmack nach Pfef­fer. Les

    Gefühl wie Bat­ter­ie­strom zwis­chen Zunge und Gau­men. Les

     

    Trinkt Milch, die sie son­st nicht mag. Les

    Milch agg. MM 3

    Empfindung von Vergrösserung, Schwellung

    Anschwellung der Unter­schenkel, beson­ders links, mit 2 kg Gewicht­szu­nahme. Dies hält 3 Wochen an und endet mit ein­er Harn­flut. Les

    Gesicht erd­fahl, blass und sehr geschwollen. Hände und Füsse eben­falls. Kör­p­er hat 2 kg Flüs­sigkeit gelagert. HEB

    Spe­ichelfluss, Trä­nen­fluss. HEB

    Füh­le mein Gehirn wie aufge­quollen und in der Form eine Pyra­mide. HEB

    Lym­ph­knoten unter der li Achsel schmerzhaft geschwollen. Bren­nen­der Schmerz bis in den Brus­traum. HEB

    Schmerzhaft geschwol­lene Milz scheint gegen den Rip­pen­bo­gen zu drück­en. HEB

    Kopfschmerzen

    Dif­fus, drückend.

    Stirnkopf­schmerz, hell, drück­end, in Verbindung mit Abdom­i­nalko­lik. Der Schmerz bre­it­et sich über den ganzen Kopf bis zum Nack­en aus, gle­ichzeit­ig Drehschwindel, v.a. im Sitzen und Ste­hen, mit Frösteln und Käl­tege­fühl. Kalte frische Luft bessert. Les

    Umk­lam­mernde Kopf­schmerzen vom Nack­en her. Les

    Stechende Kopf­schmerzen am späten Nach­mit­tag, vom Nack­en in die Ohren, die plöt­zlich begin­nen und plöt­zlich enden. Les

    Als wür­den Geräusche einen Migränean­fall aus­lösen. Jedes Geräusch macht stechen­den Kopf­schmerz. HEB

    Wenn sie mit­ten in der Nacht aufwachte, hat­te sie schreck­liche Kopf­schmerzen; ihr Kopf fühlte sich an wie ein Bal­lon, geschwollen und kurz vorm Platzen. TA 2

    Klagt ständig über Bauch- und Kopf­schmerzen. TA 3

    Individuelle Allgemein- und Lokalsymptome von Latrodectus Mactans

    Ein­schnürung

    Engege­fühl im Hals, als würde ich erstick­en. KS

    Als Kind oft schwere Man­de­lentzün­dun­gen mit Gefühl zu erstick­en. KS

    Krämpfe über­all im Kör­p­er, im Bauchraum Empfind­ung wie mit einem Gür­tel stark geschnürt. KS

     

    Musku­latur

    Schmerz an der Hand wie Muskelkater. Les

    Schmerzhafter Knoten am recht­en Handge­lenk mit Agg. durch Auf­stützen und Druck. Les

    Schmerz wie zer­schla­gen in der Musku­latur der BWS, fühlt sich aufge­quollen an. HEB

    Als ich zum Klo gehen will, kann ich den Kör­p­er kaum bewe­gen. Die gesamte Musku­latur ist steif (mehr die Streck­muskeln). Es tut sehr weh. HEB

    Kann beim Erwachen den Kopf kaum seitlich drehen wegen Schmerzen in der Nack­en­musku­latur. HEB

    Schmerzhafte Steifigkeit der Muskeln wie Muskelkater. Les

    Gesicht verän­dert sich, Muskeln verkrampfen sich, “facies latrodec­tisi­ma” – das Gesicht eines Men­schen, der über viele Jahre starke Schmerzen hat­te. HEB

    Lei­det seit Kind­heit unter Muskelkrämpfen. Agg. wenn nicht aufgewärmt, agg. durch zu schnelle Bewe­gung. MM 2

    Wund­heits­ge­fühl “wie ein Muskelkater” in der Zunge. Les

    Ein Nack­en­schmerz (Verspan­nung), der seit Jahren bestand, hört auf. Les

     

    Herz und Atmung

    Wenn ich zum Beispiel Wäsche wasche, habe ich das Gefühl als würde die ganze Welt auf mich fall­en und mich
    erdrück­en. Ich spüre diesen Druck auf meinem Herzen, einen Druck in mein­er Brust, als würde jemand mein Herz zusam­men­drück­en. Mein Hals zieht sich zusam­men und ich kann nicht mehr atmen. Ich habe Krämpfe unter­halb mein­er Brust, als würde ich von einem engen Gür­tel eingeschnürt. Dann schiesst es die Ner­ven­bah­nen hoch in meine

    Achsel­höh­le und dann bis in die Fin­ger­spitzen. KS

    Schmerz in der Brust wie in einem Schraub­stock. MM 1

    Gefühl, ihr Herz würde wie von einem Span­neisen zusam­menge­drückt. KS

    Stark­er Druck auf dem Ster­num wie eine eis­erne Hand, Fin­ger wie scharfe Krallen, greifen nach meinem Herzen. Tut sehr weh. HEB

    Span­nungs­ge­fühl in der Brust, das wochen­lang anhält und nur während der Regel nicht auftritt. Les

    Beim Unfall hat­te sich das Herz das erste Mal zusam­menge­zo­gen, Kör­p­er fühlte sich taub an. KS

    Sehr sehr nervös, ziem­lich down, kriege Span­nung hier hin­ter dem Brust­bein. MM 3

    Asth­ma agg. durch kör­per­liche Anstren­gung, kaltes Wet­ter. Vorgängig Pseudokrupp. HV 1

     

    Sie fühlte sich erregt und hat­te Herzk­lopfen (beim Erwachen mit Kopf­schmerzen). TA 2

    Herz­ja­gen, Schwindel, Ohn­machts­ge­fühl, Atem­not mit Angst und Schweis­saus­brüchen nach­mit­tags. HEB

    Gefühl, als ob das Herz beim Hals her­auss­chlüpft, mit Schwächege­fühl und Angst. Les

    Panikat­tack­en seit 30 Jahren. Beim ersten Mal fühlte es sich an wie ein Herz­in­farkt. KS

    Stechen­der Schmerz in der Herzge­gend, der zum linken Arm hin ausstrahlt. TA 2

    Unfall mit Herzstill­stand und Ver­bren­nun­gen am linken Arm, agg. bei Aufre­gung, als ob der Arm nicht zu mir gehört.
    MM 1

     

    Kitzeln und Kratzen im Hals mit nicht unter­drück­barem Hus­ten­reiz. Les

    Hüsteln bei Schmerzsymp­tomen. Les

    Ade­noide und dicke Man­deln. MM 3

     

    Haut

    Heftige Akne im Gesicht, v.a. linke Wange. MM 3

    Kleine, stich­för­mige Ero­sio­nen über den Fin­ger­grundge­lenken. HEB

    Trock­ene Haut, Juck­reiz. Les

     

    Druck amel.

    Schmerz in Ober- und Unter­bauch, vor­wiegend rechts, durch starken Druck, z.B. mit der Faust amel., bei Bewe­gung agg. Les

    Schwellung und Schmerz ent­lang der Halsmuskeln, bess­er durch Druck. Les

     

    Knirscht nachts mit den Zäh­nen. HV 1

    Knirscht tagsüber mit den Zäh­nen, wenn nervös. MM 3

     

    Obsti­pa­tion, Gefühl als ob der Darm gelähmt wäre. HEB

    Col­i­tis mit Durch­fall, Bauch­weh und Blähun­gen. MM 3

    Schmerzhafter Stuhldrang, als ob sich der untere Teil des Darmes zusam­men­ziehen würde. Les

    Müh­same Entleerung von trock­en­em, klein­knol­ligem Stuhl. Les

    Gehe oft auf die Toi­lette, es kommt wenig Stuhl und es ist müh­sam. HV 2

     

    Blu­tung

    Regel­blu­tung alle drei Wochen, schmerzhaft. Das Blut dunkel und klumpig, ist oft die Beine hin­un­terge­laufen. Uterus­my­om. KS

    Als Kind oft heftiges Nasen­bluten, das nur schw­er zu stillen war. KS

    Manch­mal nachts Nasen­bluten links. HV 2

    Oft Nasen­bluten nachts als Kind. MM 3

     

    Allergie auf Pfer­de­haare. HV 1

    ZUR SUBSTANZ

    Latrodec­tus mac­tans, Südliche schwarze Witwe

    Ord­nung: Web­spin­nen (Araneae)

    Fam­i­lie: Hauben­net­zspin­nen (Theridi­idae)

    Die südliche schwarze Witwe, Latrodec­tus mac­tans, kommt in den südöstlichen Bun­desstaat­en der Vere­inigten Staat­en vor, von den südlichen Neueng­land­staat­en bis Flori­da und im West­en bis ins östliche Okla­homa, Texas und Kansas. Ihr südlich­es Ver­bre­itungs­ge­bi­et reicht bis Guatemala.

    Die Weibchen wer­den 8–15 mm lang, die Män­nchen 4–7 mm. Die Grund­farbe des Weibchens ist meist glänzend-tief­schwarz. Ihre Beine, die länger sind als der Kör­p­er, sind eben­falls schwarz. Dazu kom­men noch zwei Markierun­gen, eine Zeich­nung in Form ein­er San­duhr, meist in leuch­t­end rot­er Farbe auf der Unter­seite, und ein klein­er rot­er Fleck ober­halb der Spinnwarze.

    Die Män­nchen haben eben­falls Schwarz als Grund­farbe, aber sie haben einen länglichen Kör­p­er und eine andere, meist gelbe Zeich­nung an den Seit­en des Opisthosomas.

    Charak­ter­is­tis­ches Merk­mal der südlichen Schwarzen Witwe ist die kam­mähn­liche Behaarung der Beine. Mit Hilfe
    dieser Kamm­struk­tur baut die Spinne ihr Netz. Das Deck­enge­spinst, das haube­nar­tig zwis­chen Gräsern oder über­hän­gen­den Felsstruk­turen angelegt wird, beste­ht aus einem Gewirr kurz­er, weit­maschiger Fäden, die wie ein Zelt von Span­n­fä­den gehal­ten wer­den. Im oberen Teil dieses Gespin­stes befind­et sich der schüs­selför­mige Schlupfwinkel der Spinne. Vom Hauben­netz aus wer­den nach allen Seit­en kle­brige Fäden gezo­gen, die dem Fang von Insek­ten dienen. Das Netz hat einen Durchmess­er von 30–40 cm. Die Südliche Schwarze Witwe ver­lässt ihr Netz sel­ten. Sie ist nach­tak­tiv und verkriecht sich bei Tag in ihrem dicht gewebten Schlupfwinkel.

    Die Spinne ernährt sich meist von geflügel­ten Insek­ten wie Fliegen, Heuschreck­en und Käfern. Allerd­ings ver­speist die Schwarze Witwe auch andere Spin­nen. Sie fes­selt die ihr an Grösse und Gewicht oft vielfach über­lege­nen Opfer durch Umspin­nen mit einem fes­ten Man­tel, danach spritzt sie ihr zer­set­zen­des Gift in deren Kör­p­er, um sich dann wartend zurück­zuziehen. Nach eini­gen Minuten, wenn das Todesrin­gen des Opfers aufge­hört hat, hüllt Latrodec­tus die Tier­le­iche vol­lends mit ihren Fäden ein und zieht sie ins Netz, um ihr die Kör­per­flüs­sigkeit auszusaugen.

    Die Paarung find­et im Früh­ling oder Som­mer statt, hier­bei umspin­nt das Män­nchen die Beine des Weibchens mit eini­gen Fäden. Dann führt es die Samen in die Sper­maöff­nung des Weibchens ein. Nach der Paarung wird das Män­nchen manch­mal ver­speist. Von den meis­ten Wis­senschaftlern wird dieses Ver­hal­ten für die Südliche Schwarze Witwe als eher sel­ten beschrieben.

    Das Weibchen spin­nt nun kugelför­mige Eikokons in denen sich 25 bis 250 Eier befind­en. Während eines Jahres kön­nen mehrere Eikokons pro­duziert wer­den. Diese wer­den vom Weibchen bewacht und es kann während dieser Zeit beson­ders aggres­siv reagieren. Nach vier Wochen schlüpfen die ersten Jungtiere. Sie bleiben aber noch im Kokon, wo sie sich zum ersten Mal häuten. Danach ver­lassen sie das Gespinst und schweben an lan­gen Spin­n­fä­den durch die Luft. Ihre Ver­bre­itung erfol­gt durch den Wind. Die Entwick­lung bis zum geschlecht­sreifen Tier dauert zwei bis vier Monate, abhängig vom Nahrungsange­bot. Oft leben die Weibchen nur ein Jahr, in gün­sti­gen Fällen und im Ter­rar­i­um kön­nen sie bis zu drei Jahre alt werden.

    Der Biss der Südlichen Schwarzen Witwe wird nicht immer sofort bemerkt, er ist meist nur wie ein Nadel­stich spür­bar. Die Spinne injiziert ein Ner­vengift in die Bis­s­wunde, das früh­estens nach ein­er hal­ben Stunde spür­bar wird. Der Hauptbe­standteil des Giftes ist Alpha-Latro­tox­in. Es verur­sacht unwillkür­liche neu­ro­muskuläre Ent­ladun­gen, die zu kramp­far­ti­gen Bauch­schmerzen und nach ein bis drei Stun­den zu gen­er­al­isierten, sich rasch steigern­den Muskelschmerzen führen, die unbe­han­delt tage­lang anhal­ten kön­nen. An der Bis­s­wunde kommt es zu lokalen Schwellun­gen und Rötungen.

    Wegen der rel­a­tiv gerin­gen Menge des Gifts, das bei einem Biss in die Wunde über­tra­gen wird, beste­ht für den Men­schen sel­ten Todes­ge­fahr. Die Wahrschein­lichkeit, dass jemand stirbt, hängt von der gesund­heitlichen Ver­fas­sung ab. Vor Ein­führung der Behand­lung mit Anti­serum lag die Todesrate nach einem Biss bei fünf Prozent. Quelle: Internet

    QUELLEN

    Les — AMP Dr. med. Lesi­gang Hel­ga, Wien 1989, Prü­fung in Oberöster­re­ich mit 12, in Wien mit 11 Probanden.

    HEB — Homöopathis­che Ein­blicke 22/1995 S. 14–19, Prü­fungs­bericht Elis­a­beth Schulz

    KS — Koysová Sona, “Ein Fall von Latrodec­tus mac­tans”, Frau, 62 Jahre englisch pub­liziert bei interhomeopathy.org, deutsch auf der Web­site des Narayana Verlags.

    TA 1–3 — Tim­mer­mann Alice, “Ein Latrodec­tus-mac­tans-Fall”, 1: Mut­ter, 27 Jahre; 2: Gross­mut­ter, ca. 60 Jahre, 3: Tochter, 3 Jahre. Englisch pub­liziert bei interhomeopathy.org, deutsch auf der Web­site des Narayana Verlags

    HV 1 — Homoeopathia viva, 2010, Son­der­heft Spin­nenarzneien, Ver­lag Thomas Schweser, Bin­gen, Kasu­is­tik Brit­ta Zips, S. 45 ff., Junge 8 Jahre

    HV 2 — Homoeopathia viva, 2010, Son­der­heft Spin­nenarzneien, Ver­lag Thomas Schweser, Bin­gen, Kasu­is­tik Dr. Gia­co­mo Meri­al­do, S. 50 ff., Mann 40 Jahre

    MM 1 — Man­giala­vori Mas­si­mo, Zwemke Hans, Von der Taran­tel gebis­sen, Faust Ver­lag, Augs­burg 2005, S. 228 ff., Mann, 24 Jahre

    MM 2 — Man­giala­vori Mas­si­mo, Zwemke Hans, Von der Taran­tel gebis­sen, Faust Ver­lag, Augs­burg 2005, S. 239 ff., Frau, 50 Jahre

    MM 3 — Man­giala­vori Mas­si­mo, Zwemke Hans, Von der Taran­tel gebis­sen, Faust Ver­lag, Augs­burg 2005, S. 249 ff., Mann 17 Jahre

    Bon — Dr. med. Bon­net, Michel S., The tox­i­col­o­gy of Latrodec­tus mac­tans, Homoeo­path­ic Links, 1998

    Bild — Shutterstock